Ein Ring für Fruchtbarkeit

"Probier es doch mal mit dem Fruchtbarkeitsring", meinte Marscha. Marscha hatte gut reden, mit einer Handvoll Kinder am Rockzipfel. Nur bei ihr, Inga, wollte der Storch nicht vorbeikommen. Jetzt, wo sie endlich Glück in der Liebe gefunden hatte. Sie bemühte sich, es nicht zu ernst zu nehmen. Aber immer wenn sie sich mit Marscha traf, wurde ihr wieder bewusst, wie sehr sie sich ein Kind wünschte. "Probieren kannst du es ja. Hilft es nichts, so schadet es nichts," fügte Marscha hinzu.

Einige Zeit später trafen sich die Freundinnen wieder. Es war eine der seltenen Gelegenheiten, bei denen Marscha Inga alleine besuchte, ohne ihre Kinderschar. Schon als Inga die Tür öffnete, merkte sie, dass sich etwas verändert hatte. Der leicht verhärmte Gesichtsausdruck war einem glücklichen Strahlen gewichen. Als sich die Freundinnen in der Küche zum Tisch setzten und Marscha einen duftenden Lauch-Käse-Kuchen auspackte, verzog Inga plötzlich das Gesicht, sprang auf und hielt sich die Hand vor den Mund. "Inga was ist denn mit dir los?" Marscha sah sie erstaunt an. "Sag bloß – du bist doch nicht...?" "Doch..." lächelte Inga glücklich. Nach kurzer Zeit beruhigte sich ihr rebellierende Magen wieder. "War ein guter Tipp von dir – der Fruchtbarkeitsring!"